Surfen ohne DSL
Wer in einem Gebiet lebt, das noch nicht ans DSL-Netz angeschlossen ist, muss nicht verzagen. Zwar ist DSL der beliebteste und meistverbreiteste Anschluss, wer diese Breitbandtechnik aber nicht in Anspruch nehmen kann, muss andere Arten des Internetzugangs in Betracht ziehen. Die Kabelnetzbetreiber sind der größte Konkurrent der Telefonleitung. Weil viele noch einen Kabelanschluss benutzen oder noch von früher besitzen, bevor sie Fernsehen über Satellit empfangen haben, muss nicht mehr so viel in die Infrastruktur investiert werden.
Kabel größter Konkurrent des DSL
Die wichtigste Komponente ist ja schon da. Internet via Satellit dringt auch in die entlegendsten Gegenden vor. Diese wurden bisher aus Kostengründen von den Telekommunikations- und Kabelfernsehenanbietern ausgespart, was die Versorgung mit DSL oder Kabelfernsehen angeht. Für sie müssen sich Kosten und Nutzen die Waage halten.
Die Funktechnik Wimax steckt noch in den Kinderschuhen und ist bis jetzt erst regional verfügbar. 18,7 Millionen DSL-Anschlüsse stehen 1,1 Millionen Anschlüsse gegenüber, die auf eine andere Weise realisiert worden sind. Von diesen entfallen die meisten auf die Kabelnetzbetreiber. Jeder zweite Haushalt kann auf einen Kabelanschluss zurückgreifen, wenn er will. Um der DSL-Technik Kunden abzujagen, werden nach und nach immer mehr Kabelnetze rückkanalfähig gemacht. Kabel Deutschland will bis März 2009 500 Millionen Euro in den Ausbau investiert haben. Dann wären 90% der Anschlüsse umgerüstet.
Kabel Deutschland kann zwei Drittel seiner Kunden bereits jetzt (September 208) mit dem Internet verbinden. Wer Internet über Kabel beziehen möchte, muss nicht fürchten, auf seine Satellitenschüssel wieder verzichten zu müssen. Der Fernsehenzugang bleibt von dem Angebot unberührt. Für Landbewohner ist Internet über Kabel keine Alternative zu DSL, sie sollten zur Breitbandversorgung über Satellit greifen.
Telefonieren mal anders
Nicht nur, was den Erhalt des Internets angeht, hat sich einiges getan. Auch das Fernmündliche muss sich seinen Weg längst nicht mehr nur über die Festnetzleitung oder den Mobilfunk bahnen. Wer über seinen Internetzugang telefoniert, umgeht die teuren Grundgebühren der Festnetzanbieter.