DSL Anbieter in Deutschland
Das schnelle Internet erfreut sich großer Beliebtheit. Doch die Zugangsanbieter vergraulen die Kunden. Laut der Bundesnetzagentur wurden im Jahr 2007 ca. fünf Millionen neue DSL-Kunden neu hinzu gewonnen. Also sollten jetzt inzwischen 21 Millionen Haushalte mit DSL versorgt sein.
Hinzu kommen die vielen Wechsel, die der Telekom zusätzlich Arbeit bescheren. Als Eignerin der meisten Teilnehmeranschlussleitungen, auch unter der "letzten Meile" bekannt, ist sie bei fast allem, wenn sich auf dem DSL-Markt etwas bewegt, involviert. Die Telekom steht vor einem Berg von Anträgen, die es abzuarbeiten gilt.
Anbieter nutzen Telekom-Netz
Promt häuften sich Beschwerden über zu lange Bearbeitungszeiten, nicht eingehaltene Termine oder gekappte Anschlüsse. Wohl 100.000 Verbraucher befinden sich in der Warteschleife und hoffen, dass sich bald etwas bewegt. Dies berichtet zumindest der Verband der Anbieter von Kommunikations- und Mehrwertdiensten, welcher die Konkurrenz des Ex-Monopolisten vertritt. Nach Angaben des Verbandes würden zurzeit jeden Monat 300.000 Kunden von der Telekom abwandern.
Wegen verzögerter Bereitstellung wurde von der Telefonica und Arcor Beschwerde beim der Bundesnetzagentur eingereicht. Die Regulierungsbehörde hat daraufhin die Telekom verpflichtet, bis April 2008 dafür zu sorgen, dass die technischen Möglichkeiten aufgestockt werden. Außerdem wurde ein neues Verfahren zur Bereitstellung der Leistungen um die TAL (Teilnehmeranschlussleitung) beschlossen.
Mangelhafte Absprachen und Missverständnisse
Die Konkurrenten der Telekom werfen ihr vor, dass Sie ihre Anschlüsse schneller freischalten würde als die der anderen Marktteilnehmer. Die Telekom begründet den Rückstand hingegen mit der hohen Zahl umzuschaltender Anschlüsse. Leittragende sind in jedem Fall die Kunden. Ihnen bleibt die Möglichkeit, dem neuen Anbieter eine angemessene Frist von drei bis vier Wochen zu setzen, um eine Umschaltung in die Wege zu leiten.
Wie der neue Anbieter das hinbekommt, kann dem Kunden egal sein. Ist nach der Verstreichung der Frist noch nichts geschehen, wandelt man den Vertrag. Wer sich den ganzen Ärger ersparen will, kann theoretisch erst mal mit einem Wechsel warten, bis sich die Lage normalisiert hat. Aber das würde auf die Telekommunikationsbranche keinen Druck ausüben, die nicht hinnehmbare Situation zu ändern. Eine Zumutung sind auch überlastete und inkompetente Servicemitarbeiter, die über teure Sonderrufnummern angerufen werden müssen.