EU fördert Internetzugang
Bewohner ländlicher Regionen in Deutschland können sich freuen. Die EU hat ein 141 Millionen Euro teures Förderprogramm genehmigt, mit dem das Breitbandnetz bei uns ausgebaut werden soll. Ziel ist, die Bevölkerung in Sachen Internet zusammen zu führen. Noch sind nämlich um die 10% der Bürger ohne DSL-Anschluss. Initiiert hat das ganze das Bundeslandwirtschaftsministerium sowie die Länder. Ende 2006 waren schon 99 von 100 deutschen Großstädten mit Hochgeschwindigkeitszugängen ausgestattet.
Auf dem Land konnten demgegenüber lediglich 59% auf schnelles Internet zugreifen. Ein vom Bundeslandwirtschaftsministerium erstelltes Förderprogramm ermöglicht es den Landgemeinden, bei Machbarkeitsstudien einen Zuschuss von 60% zu erhalten. Von diesem Beitrag werden wiederum 60% vom Bund und 40% vom jeweiligen Land gestellt. Ein Teil dieser Fördermittel wird aus den EU-Mitteln bezogen. Wer keine Lust hat, auf einen DSL-Anschluss zu warten, dem steht die Möglichkeit offen, sich für Breitband, ausgestrahlt vom Satelliten, zu entscheiden.
Gemeinden können DSL-Ausbau nicht selber finanzieren
Landgemeinden mit nur wenig Einwohnern werden von der Telekom vernachlässigt, weil der Bau zusätzlicher Vermittlungsstellen nicht rentabel wäre. Und das Geld selber aufbringen für den Ausbau können die Gemeinden nicht. Weil die Seiten heute immer aufwendiger gestaltet sind, braucht es ewige Ladezeiten, bis sich die Seiten aufgebaut haben, wenn man nur ISDN zur Verfügung hat. Das Verschicken von Emailanhängen ist ebenso der reinste Horror. Das lahme Internet schreckt natürlich auch Betriebe ab, sich in solchen Gemeinden niederzulassen.
Das es jetzt bei der Breitbandübertragung zu einem Zweiwegesystem gekommen ist, scheint wie eine Erlösung für die abgelegenen Gebiete zu sein. Früher konnte man zwar über Satellit schnell Daten empfangen, das Versenden derselben musste aber über die langsame Telefonleitung geschehen. Doch damit ist jetzt Schluss. Jetzt können endlich auch Daten schnell hochgeladen und versendet werden. Möglich gemacht hat diese neue Technik eine Kooperation der Weltraumbehörde ESA mit dem Satellitenkonzern Astra.
Breitband über Satellit holt auf
Über die Provider StarDSL und Filago kann man diesen neuen Dienst beziehen. Beide Provider bieten eine Empfangsgeschwindigkeit von 1024 Kbit/ und eine Sendegeschwindigkeit von 128 Kbit/s. Das ist zwar noch wesentlich weniger als DSL derzeit schon bieten kann, größere Bandbreiten sollen aber demnächst zu haben sein.
Die Installation verläuft genauso wie wenn man seinen Fernseher auf Satellitenempfang ausrichten würde. Senden und Empfangen würden stets konstant verlaufen, wie man von Konrad Hill, dem Gründer der Firma StarDSL, erfahren kann. Wenn jemand verreist, kann er die Satellitenflatrate einfach mitnehmen, da überall nach Europa Signale ausgesendet werden. Vorraussetzung ist natürlich, dass man eine Schüssel am neuen Ort hat.